Kennzeichnungsarten
Es gibt eine positive und eine negative Kennzeichnung. Die positive Kennzeichnung dient dazu, zu informieren, in welchem Produkt sich GVO befinden. Die negative Kennzeichnung zeigt, wo keine Gentechnik angewendet wird. Auf den ersten Blick mutet eine negative Kennzeichnung überflüssig an. Wenn es eine positive Kennzeichnung gibt, wozu braucht es dann noch eine negative Kennzeichnung, denn es ist ja anzunehmen, dass Produkte ohne Gentechnik dann alle diejenigen sind, die nicht positiv genkennzeichnet sind. Das dennoch die negative Kennzeichnung Sinn macht, ergibt sich aus der konkreten Ausgestaltung der positiven Kennzeichnung. Diese setzten nämlich zum einen regelmäßig erst ab 0,9 % GVO-Anteil an und nimmt außerdem bestimmte Produktionsweisen, bei denen Gentechnik verwendet wird, aus. So sind zum Eier, Käse oder Fleisch, die von Tieren stammen, die mit Gen-Soja gefüttert wurden, nicht kennzeichnungspflichtig. Der Wert der negativen Kennzeichnung besteht also darin, einen ganz besonders hohen Standard an Gentechnikfreiheit anzuzueigen.