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EU-Parlamentarier fordern Schutz der Wildnis

DNR EU-Koordination - EU-News vom 5.2.2009

Die EU soll die verbleibenden Wildnisgebiete Europas besser schützen. Dazu soll die EU-Kommission eine Schutz-Strategie entwickeln, die bedrohte Arten und Biotope identifiziert und zum Erhalt von integrierten Ökosystemen beiträgt. Dies forderte das europäische Parlament in einer nicht legislativen Entschließung auf ihrer Plenarsitzung am 3. Februar in Straßburg.Wildnisgebiete sollen ausgewiesen und besondere Fördermittel bereitgestellt werden. Als ersten Schritt soll die Kommission die Gebiete systematisch und geowissenschaftlich erfassen. Darüber hinaus riefen die Abgeordneten dazu auf, Wildnisgebiete auch in der Klimaschutzpolitik zu berücksichtigen, da diese als Kohlenstoffspeicher fungieren.

Der Bericht des Umweltausschusses des Parlaments definiert den Begriff Wildnis als unberührtes Gebiet (Land- oder Wasserfläche), das Lebensraum für heimische Flora und Fauna bietet und noch nicht in entscheidendem Maße durch menschliche Eingriffe verändert wurde. Von den europäischen Wäldern gelten nur etwa fünf Prozent als unberührt.

Wie der Umweltinformationsdienst ENDS Europe Daily von einem Mitarbeiter der EU-Kommission erfuhr, plant die Kommission die Wildnisgebiete auf einer Konferenz, die die tschechische Ratspräsidentschaft im Mai in Prag abhalten will, bekannt zu geben. Der Kommissionsbeamte gab gegenüber ENDS an, dass die Kommission nur dann angemessene Maßnahmen in Betracht ziehen werde, wenn eine große Anzahl von Wildnisgebieten nicht von Natura 2000 erfasst ist.

Mit Natura 2000 wird ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zum Erhalt der in der EU gefährdeten Lebensräume und Arten bezeichnet. Es setzt sich aus den Schutzgebieten der Vogelschutz-Richtlinie und den Schutzgebieten der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zusammen.

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